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Badminton Länderspiel U 17 in WiesbadenDruck von Anfang anBadminton: Skepsis gegenüber Zählsystem
"Man muss von Anfang an hellwach sein", urteilt Arnd Vetters. Der Wiesbadener hat lange für Grün-Weiß in der Bundesliga gespielt, geht heute für Zweitligist SG Anspach ans Netz. "Bei eigenem Aufschlag ist man direkt unter Druck." Denn ein Aufschlagfehler bringt dem Gegner gleich einen Punkt - bisher ging nur das Aufschlagrecht verloren. Deshalb fürchtet auch Bundestrainer Bernd Brückmann: "Jeder fragt sich: Mit wie viel Risiko spiele ich" Als "sehr gewöhnungsbedürftig" sah Sebastian Rduch die Sache nach seinen Einsätzen in Einzel und Doppel. "Der Spieler steht immer unter Stress. Das nimmt die Lockerheit aus den Schlägen", fasst der 16-Jährige aus Hamburg seine Eindrücke zusammen. Brückmann sah aber auch die Vorteile: "Ein Spiel ist nun wesentlich kürzer, also auch attraktiver für die Zuschauer." Er hätte es aber lieber gesehen, wenn sich die vor einigen Jahren aufgebrachte Idee mit drei Gewinnsätzen, die nur bis sieben Punkte gehen, durchgesetzt hätte. "Das scheiterte aber am Einspruch der Asiaten." Nun also das Rally-Point-System, das die Sätze bei diesem Versuch bei 21 Punkten enden lässt. Im Volleyball hat sich das System durchgesetzt, die Spieler haben sich umgestellt, das Spiel ist attraktiver geworden. Die Badminton-Asse sind noch skeptisch: "Ich hoffe, es bleibt bei dem Versuch", so Brückmann. Gelungen ist der Auftritt der Grün-Weißen als Gastgeber. Mit 200 Zuschauern eine gut gefüllte Tribüne, Lob von Dänen-Trainer Lennart Engler ("Grün-Weiß hat einen klasse Rahmen geschaffen") und prima Badminton-Sport - das macht Lust auf mehr. Organisator Alfred Johne: "Nächstes Jahr wollen wir im Oktober ein A-Länderspiel mit Deutschland nach Wiesbaden holen." Artikel erschienen im Wiesbadener Kurier vom 27.08.2005 |
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